Evangelische Stadtmission Heidelberg e.V.

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Samstag, 29.06.2019

Jahresempfang diakonischer Einrichtungen 2019 in der Kapelle

„Unerhört, diese Alltagshelden" so warb die Diakonie in diesem Jahr auf lilagrundigen Plakatwänden. Ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeitende setzen sich Tag für Tag, selbstverständlich und engagiert für andere Menschen ein. Das gilt es wahrzunehmen und zu würdigen.

Diakonische Einrichtungen in Heidelberg nutzten den diesjährigen Auftakt für die Woche der Diakonie für ihren gemeinsamen Jahresempfang der Diakonie und luden in die Diakoniekirche, die Evang. Kapelle in der Plöck, ein.

Veranstalter waren im Gegensatz zu den Vorjahren in diesem Jahr nicht nur das Diakonische Werk der Evang. Kirche Heidelberg und die Evang. Stadtmission Heidelberg, sondern zwei weitere diakonische Träger: der Agaplesion Diakonieverbund Rhein-Neckar gGmbH und das Luise Scheppler-Heim e.V.

So begrüßte Pfarrer Matthias Schärr auch im Namen von GF Martin Hess vom Diakonischen Werk, im Namen von Herrn Michael Thomas, Geschäftsführer des Agaplesion Diakonieverbunds Rhein-Neckar, und im Namen von Herrn Ulrich Böhringer-Schmidtke, Einrichtungsleiter des Luise-Scheppler-Heims, die ca. 50 Gäste, die gekommen waren. Besonders freue er sich, dass Frau Dr. Ulrike Hahn, Vorstand Einrichtungen und Werke und stv. Vorsitzende des DW Baden sich die Zeit genommen hatte, dabei zu sein, und er begrüßte herzlich Frau Myriam Lasso, Leiterin des Kinder-und Jugendamtes Heidelbergs, die die Stadt vertrat.

Im Zentrum der Veranstaltung standen zwei Kurzfilmbeiträge, die Mitarbeiterinnen von Agaplesion und dem Diakonischen Werk zeigten, die sich für ältere Menschen in einem Heim bzw. als Integrationshelfer für andere Menschen einsetzen. Daran schloss sich das Interview mit vier „Alltagshelden" an, das Martin Hess und Michael Thomas führten.



Ina Lebeda, Leitung soziale Betreuung im Pflegeheim Bethanien Lindenhof, und Sabine Ertl, Wohnbereichsleitung im Pflegeheim Maria von Graimberg, beides damit hauptamtliche Mitarbeiterinnen in der Altenhilfe, ließen sich ebenso nach ihren Erfahrungen und Motivationen im sozialen Bereich zu arbeiten befragen, wie Karlotta Hülsebus, die ein FSJ bei manna macht und Hartmut Mäurer, langjähriger ehrenamtlicher Mitarbeiter der Stadtmission und dort lange Jahre bei der Bahnhofsmission und als Seelsorger im Wilhelm-Frommel-Haus wie auch als Sprecher der Telefonbotschaften tätig.
Es ist schön, bei seiner Arbeit im Kontakt mit Menschen zu sein, war die einhellige Meinung. Das motiviere auch für die Zukunft, im sozialen Bereich weiter tätig zu sein. „Man bekommt so viel zurück!", sagten die Befragten übereinstimmend. Was sie sich wünschen? Hier sind die Aussagen vor allem bei den hauptberuflich in der Altenhilfe Tätigen klar: mehr Zeit, um für Menschen das eine oder andere zusätzlich tun zu können. Auch auf die letzte Frage war die Antwort bei allen vier Befragten ähnlich: Ob sie sich als Helden fühlten? Nein, diese Bezeichnung würden sie alle nicht auf sich anwenden. Es sei doch ganz normal, was sie täten und selbstverständlich. Gerade deswegen, bescheinigte Michael Thomas den 4 Mitarbeiter*innen, seien sie „Alltagshelden".

Schon in der Andacht, mit der die Veranstaltung eröffnet wurde, bezog sich Diakoniepfarrerin Sigrid Zweygart-Perez auf den Slogan der Woche und würdigte das Tun der vielen sozial engagierten Menschen, die ein Stück Nähe Gottes vermitteln, der die Menschen erhört, damit sie nicht unerhört blieben.

Dr. Ulrike Hahn, brachte den Dank des Landesverbandes mit für die tagtäglich an so vielen Stellen geleistete Arbeit. Dafür dankte auch Myriam Lasso für die Stadt Heidelberg. Durch die Tätigkeit der Menschen in der Diakonie wird die Stadt sozialer, wärmer und demokratischer.



Wunderbar musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Quartett des SAP-Sinfinieorchesters. Bei den vier Musikern und allen Mitwirkenden bedankte sich Ulrich Böhringer-Schmidtke und lud zum kühlen Umtrunk ein.

Matthias Schärr

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